Die Ausgangslage
Ein mittelständisches Fertigungsunternehmen mit 200 virtuellen Maschinen stand vor einer drastischen Kostenänderung: Nach der Übernahme von VMware durch Broadcom stiegen die Lizenzkosten um über 300%. Die IT-Abteilung suchte nach Alternativen.
Warum Proxmox VE?
Proxmox Virtual Environment ist eine Open-Source-Virtualisierungsplattform, die KVM-Hypervisor und LXC-Container kombiniert. Die Vorteile:
- Keine Lizenzkosten — 100% Open Source unter AGPL v3
- Enterprise-Support verfügbar — ab 95€/CPU/Jahr
- Volle Feature-Parität — HA-Cluster, Live-Migration, Ceph-Storage
- Web-basiertes Management — Kein zusätzlicher vCenter nötig
Der Migrationsprozess
Phase 1: Assessment (Woche 1-2)
WällerIT führte ein vollständiges IT-Audit durch. Alle VMs wurden katalogisiert, Abhängigkeiten dokumentiert und Risiken bewertet.
Phase 2: Proof of Concept (Woche 3-4)
Ein Testcluster mit 3 Proxmox-Knoten wurde aufgebaut. Die 20 kritischsten VMs wurden testweise migriert.
Phase 3: Migration (Woche 5-7)
Die eigentliche Migration erfolgte in Wellen. Pro Wochenende wurden 40-50 VMs migriert. Der Import der VMware-VMDK-Dateien erfolgte über qm-img convert.
Phase 4: Optimierung (Woche 8)
Feintuning der Ceph-Storage-Konfiguration, Einrichtung des HA-Clusters und Dokumentation.
Das Ergebnis
| Kennzahl | VMware | Proxmox VE |
|---|---|---|
| Jährliche Lizenzkosten | 85.000€ | 0€ |
| Support-Kosten | 25.000€ | 12.000€ |
| Performance | Basis | +15% |
| Downtime während Migration | - | <30 Min/VM |
Gesamtersparnis im ersten Jahr: 98.000€
Fazit
Die Migration von VMware zu Proxmox VE ist kein Hexenwerk. Mit der richtigen Planung und einem erfahrenen Partner wie WällerIT ist der Umstieg in 8 Wochen machbar — bei gleichzeitiger Kostensenkung um 60-80%.
